Wirkungsweise und Grundlage der Verwendung

Wärmeleitrohre können sehr hohe Wärmemengen transportieren. Der Wärmetransport innerhalb der Wärmeleitrohre kommt durch Verdampfung und Kondensation zustande, wobei der Dampf für den Transport der Wärme sorgt. Nach der Verdampfung der Flüssigkeit an der heißen Zone der Wärmeleitrohre kondensiert der Dampf in der kalten, wärmeabführenden Zone. Das Kondensat kehrt durch die Kapillar- und Schwerkraft in die Verdampfungszone zurück.

 

 

Wahl der Durchmesser

Wärmeleitrohre sollten so nahe wie möglich an die Formenkontur herangebracht werden. Empfehlenswert sind Wärmeleitrohre mit möglichst großen Durchmessern. Wärmeleitrohre mindestens der Hälfte der Kerndurchmesser sind bestens geeignet.

 

 

Wahl der Längen

Gute Vorraussetzungen sind gegeben, wenn die wärmeaufnehmende, transportierende und abführende Zone jeweils ein Drittel der Gesamtlänge der Wärmeleitrohre ausmachen. Da die Wärmeausdehnung der Wärmeleitrohre größer ist als die der Werkzeugstähle, ist zu empfehlen, axialen Spielraum von etwa 0.3% der Rohrlängen vorzusehen:

 

 

Temperieren mit Wärmeleitrohren

Wärmeleitrohre entziehen den heißen Formenbereichen Wärme und transportieren sie in kältere. Wärmeleitrohre dienen je nach Einsatz zur Kühlung oder während der Aufheizphase der Wärmezufuhr in die Konturbereiche. Da Wärmeleitrohre wesentlich näher als Wasserkühlbohrungen an die Formenkonturen herangebracht werden können, ist die Wärmeübertragung entsprechend hoch.
Weitere Informationen gerne auf Anfrage

Einbauempfehlungen

  • Bohrungsdurchmesser: ca. 0.05 bis 0.1 mm größer als Wärmeleitrohre
  • Einbau soll leichtgängig erfolgen
  • Einbau mit Wärmeleitpaste
  • Wärmeleitrohre nicht über die angegebenen Betriebstemperaturen erhitzen, z.B. mit Schweißbrennern.